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Stoff zum Nachdenken
Ein Atlas fĂŒrs Leben
Ich bin schon immer der Meinung gewesen, dass ein Atlas ein sehr hilfreiches Werkzeug wĂ€re, um uns durch dieses ungewohnte Leben und die komplexen Situationen zu fĂŒhren, durch die wir uns kĂ€mpfen mĂŒssen. SchlieĂlich reisen wir auch nicht in ferne LĂ€nder ohne einen professionellen ReisefĂŒhrer oder zumindest eine Landkarte mit Orientierungspunkten, anhand derer man sich vergewissern kann, dass man sich noch auf dem richtigen Pfad befindet. Man findet jedoch nirgendwo eine Karte, die uns zeigt wohin - und vor allem wie - wir diese ganz persönlich Reise antreten sollen. Ich denke, dass es deshalb notwendig ist, dass es einen Atlas gibt, der uns den Weg zurĂŒck zu unserer ursprĂŒnglichen Welt weist, sobald wir den Zweck unserer Reise erfĂŒllt haben. Ich weiĂ, dass es die 10 Gebote gibt, sowie eine Vielzahl Religionen voller SĂ€tze mit den Worten âDu musstâŠâ. Sie sind jedoch nicht hilfreich wenn man vom Weg abkommt oder sich verirrt hat. Wem Letzteres widerfahren schon einmal ist, wird wissen wie es ist, wenn man nach dem Weg fragen muss. Jeder, den man fragt, schickt einen in eine andere Richtung, so dass man schlieĂlich noch verlorener ist als man zu Beginn war. Wenn sich ein Unfall ereignet (niemand hat jemals einen langen Lebensweg bestritten, ohne dabei den Treibstofftank restlos zu entleeren), man sich verfĂ€hrt oder eine andere Art Panne hat, findet man nie einen Plan der einem zeigt, wo man sich befindet und wie man zurĂŒck auf die StraĂe des Lebens kommt, auf der man zu reisen plante. Die meisten Menschen, die man fragt, sind genauso verloren. Ebenfalls wird keiner ihrer RatschlĂ€ge einem jemals darĂŒber Aufschluss geben, wie man auf seiner Reise SpaĂ hat. Es ist eher so, dass der Gedanke, seine Reise zu genieĂen, sich vollkommen den Prinzipien jener widersetzt, die ihren Weg zurĂŒck zum Anfang suchen. Ich hĂ€tte gerne einen Atlas fĂŒr das Leben in das ich mich begebe und zwar noch vor Reiseantritt, nicht erst dann, wenn sie abgeschlossen ist. Mir ist klar, dass wir Bonuspunkte erhalten, wenn wir am richtigen Ort landen bzw. Ărger kriegen, weil wir am falschen angekommen sind oder uns verlaufen haben. Aber jene - die eben diese Bonuspunkte verteilen oder die Augen verdrehen als hĂ€tten sie Schwierigkeiten dabei, eine Tablette zu schlucken wenn wir links statt rechts abbiegen â haben selbst keine Ahnung wo sie sich befinden. Uns wird erzĂ€hlt, so viel Liebe mit auf den Weg zu nehmen, wie wir mit uns fĂŒhren können und darauf gefasst zu sein, sie den Einheimischen zu schenken, weil es sie fröhlich stimmt. Schaffen sie es denn nicht, alleine glĂŒcklich zu sein, ohne unsere milden Gaben? Aber gewiss, sie verfĂŒgen ĂŒber alles was sie brauchen, um fĂŒr die eigene Zufriedenheit zu sorgen. Wer sich auf das GlĂŒck verlĂ€sst, welches er von anderen erhĂ€lt, wird sich bald erneut ohne GlĂŒck wiederfinden. Was gegeben bzw. genommen wird, ist schnell wieder vergangen. Nur das, was im Inneren entstanden ist, ist von Dauer. Was soll also dieser Lebensatlas wiedergeben? Es folgen einige Empfehlungen, nichts Neues; auch erwarte ich nicht, dass Deine Empfehlungen sich mit meinen decken. Es kommt eben drauf an, wo man herkommt und wo man hin will. Die Orte, die man noch besuchen, die besonderen Ereignisse an denen man teilnehmen will; die Menschen, die man vorhat kennenzulernen. Ich werde auch keine Orte beim Namen nennen. Der Planet Erde als solcher bietet ohnehin nur zwei Möglichkeiten, Land oder Wasser. Erst seine Bewohner teilten das Land - auf dem sie sich auf wackeligen Beinen niederlieĂen - auf und gaben ihm, je nach den eigenen BrĂ€uchen, Regeln und Sprachen, einen Namen. In Wirklichkeit aber, ist alles nur ein einziger groĂer Landstrich und ein jeder ist bemĂŒht, darauf sein Leben zu vollziehen. Empfehlungen fĂŒr einen Lebensatlas: ZunĂ€chst sollte man jeden Augenblick der Reise voll auskosten und die Bewusstheit des Seins verinnerlichen; sich daran erinnern, was und wohin die Reise uns Reisende bringt, damit wir die Reise in die nĂ€chste Existenzebene weiterfĂŒhren können. Das Leben setzt sich nur fĂŒr jene fort, die es voll auskosten. Das bedeutet, keine Angst davor zu haben, Fehler zu begehen oder sich zu verlaufen. Alle Wege fĂŒhren an das gleiche Ziel, einige sind nur ein bisschen interessanter. Nimmst Du das Leben vollstĂ€ndig genug an, um Dich lebendig zu fĂŒhlen und machst Du das meiste aus Deiner Reise? Zweitens sollte man eine Persönlichkeit entwickeln, die auf persönliche BedĂŒrfnisse und GlĂŒckseligkeit ausgerichtet ist, damit sie lange Zeit nach dem Ende der Reise weiterlebt. Lebst Du Deine Persönlichkeit aus oder erlaubst Du anderen, Dir den Weg zu diktieren? Du hast Dich nicht auf Deine Reise begeben, um die BedĂŒrfnisse anderer zu berĂŒcksichtigen. Es ist schwierig genug, unsere eigene Neugier gegenĂŒber dem Leben zu sĂ€ttigen, ohne den Weg eines anderen einzuschlagen. Drittens braucht man ein vollstĂ€ndig offenes Herz, um den spirituellen Glanz erblicken zu können, den der Meister der Schöpfung erschaffen hat. Ziehst Du aus allem, was es zu sehen und zu erleben gibt jeden erdenklichen Vorteil, weil Dein Herz offen fĂŒr SpiritualitĂ€t ist? Es gibt so vieles zu erfahren, dass es manchmal ĂŒberwĂ€ltigend ist. Als Viertes plant man am besten einen Weg, dem andere folgen können. Ein Paar Ideen pflanzen und vielleicht den Weg ein wenig ebnen, damit die Nachfolger weniger Schwierigkeiten haben. Tust Du irgendetwas, damit es zukĂŒnftige Generationen leichter haben? Selbst die Dinosaurier hinterlieĂen Spuren, die uns heute Aufschluss darĂŒber geben, wie die Reise einst war. FĂŒnftens sollte man so viele Kilometer reisen, wie man dem körperlichen Transportmittel zumuten kann. Es gibt keinen Grund, die Reise sanft anzugehen, schlieĂlich ist es unwahrscheinlich, dass man den gleichen Weg erneut bestreiten wird. Holst Du in Lebzeiten alles aus dem Leben heraus? Die Reise ist einfach zu unglaublich, um sie an einem ruhigen Ort zu verschlafen, wĂ€hrend andere aufgeregt an einem vorbeiziehen. Sechstens: eine persönliche Streckenkarte erarbeiten; kein anderer wird den gleichen Weg gehen. Dies muss jedoch vor Ende der Reise erfolgen, sonst könnte die Gelegenheit an einem vorbeiziehen. Vergewissere Dich, dass Du nicht einfach Deinem Vordermann folgst, vielleicht weiĂ er selbst nicht, was das Ziel ist. Erlebst Du das Leben als Meister Deiner Seele? Nur Du kannst wissen was Du auf dieser einmaligen Reise erleben musst. Siebtens: alle TrĂ€ume sind eine lebendige RealitĂ€t der Wahrheit. Eine persönliche Wahrheit die durch den Ausdruck der Reise gesehen und erlebt wird. Erlebst Du Deine Reise durchs Leben indem Du nach den Worten lebst, die Du aussprichst? Oder ist Dein Lebensweg der, von dem Du trĂ€umst aber ihn nicht aussprichst? Andere können Deinem Weg nur folgen, wenn Du ihn tatsĂ€chlich lebst. Ach, das Leben zu erleben, ohne auf âDu musstâŠâ oder âDu solltest nichtâŠâ RĂŒcksicht nehmen zu mĂŒssen, sondern basierend auf Entscheidungen, die man zur ErfĂŒllung des GlĂŒcks â aus der die ewige Quelle der Liebe strömt - trifft. Malcolm Southwood
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